Interkulturelle Beziehungen sind oft ein bisschen wie das Leben selbst: bunt, herausfordernd, chaotisch – und wunderschön. Nachdem ich nun seit über 16 Jahren in Indien lebe, mit meinem Mann seit 20 Jahren verheiratet bin und wir gemeinsam durch zwei Kulturen navigieren, werde ich immer wieder gefragt, wie das eigentlich funktioniert: eine Indo-Swiss-Ehe zwischen Schweizer Präzision und indischer Gelassenheit.
Darum habe ich mich mit meinem Mann zusammengesetzt, und wir haben einfach mal darüber gesprochen – offen, ehrlich, humorvoll und ohne große Vorbereitung, mit einigen Fragen von Lesern und Chat GPT. Herausgekommen ist ein Gespräch über Liebe, Alltag, Curry-Level, Kühe, Geduld, kulturelle Unterschiede und all die kleinen Dinge, die uns stark machen.
Ich: Erinnerst du dich noch an den ersten Eindruck, den du von mir hattest?
Mein Mann: Ja, natürlich. Ich dachte, was für eine liebenswerte, herzliche und schöne Frau! Und was dachtest du über mich?
Ich: Danke für das Kompliment. Ich war sehr beeindruckt von deiner Art, deinem Auftreten und auch von deinem Deutsch.
Was war für dich der größte kulturelle Unterschied, als du in der Schweiz gelebt hast?
Mein Mann: Ich empfand die familiäre Situation immer etwas distanziert. In Indien ist das ganz anders. Man ist zu Familie und Freunden sehr nah. In der Schweiz habe ich realisiert, dass man viel distanzierter ist – auch bei Freunden und Familie.
Ich: Das stimmt. Ich empfinde es in Indien manchmal grenzüberschreitend. Ich erinnere mich noch daran, als bei der Hauseinweihung deine Verwandten einfach selbstverständlich unsere Schränke öffneten. Das empfand ich als sehr unhöflich. Ich mag es auch nicht, wenn Freunde und Familie einfach so ungefragt ins Haus eintreten. Das ist bei uns ganz anders.
Mein Mann: Ja, da hast du recht, die Privatsphäre wird in der Schweiz viel mehr geschützt – hier gibt es sie oft kaum.
Ich: Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen uns und auch zwischen der Schweiz und Indien?
Mein Mann: Ja, wir sind beide Herzmenschen.
Zwischen Indien und der Schweiz ist es etwas schwieriger zu vergleichen, da Indien ein so riesiges und diverses Land ist. Wenn ich jedoch Schweizer und Tamilen vergleiche, dann kann ich sagen, dass beide hart arbeitende, fleißige Leute sind. Die Inder arbeiten vielleicht weniger geschickt, da es an Training fehlt. Beide Nationen sind sehr stolz auf ihr Heimatland, und für beide Nationen ist Bildung sehr wichtig. Vor allem hier in Tamil Nadu wird Bildung sehr großgeschrieben. 50 % der Uni-Abgänger machen in Tamil Nadu einen Master. Für Bildung wird vieles in Kauf genommen – finanziell und auch mit viel zeitlichem Aufwand.
Ich: Ich würde noch die Liebe zu Kühen ergänzen. In der Schweiz sind Kühe zwar nicht gerade heilig, aber Kühe und Milchprodukte sind für uns Schweizer schon sehr wichtig. Hattest du Angst, dass unsere Familien unsere Beziehung nicht akzeptieren?
Mein Mann: Nein, ich hatte keine Angst – zumindest nicht mit meinen Eltern. Meine Mutter war skeptisch, aber hat es schließlich akzeptiert.
Ich: Na ja, seien wir ehrlich. Ich denke, dass deine Eltern es schon lieber gesehen hätten, wenn du einer arrangierten Hochzeit mit einer Inderin aus der gleichen Kaste zugestimmt hättest. Begeisterung sieht anders aus. Aber ich glaube, auch meine Eltern, vor allem meine Mutter, waren anfangs nicht sehr erfreut. Ich denke, interkulturelle Beziehungen haben es diesbezüglich immer noch schwerer.
Mein Mann: Ja, das stimmt. Aber stelle dir vor, wie das noch vor 50 Jahren gewesen wäre! Ich glaube, das wäre von beiden Seiten nicht akzeptiert worden.
Ich: Absolut! Als wir nach Indien ausgewandert sind, war meine Mutter ja gar nicht unterstützend. Sie konnte das gar nicht verstehen. Und mittlerweile lebe ich schon über 16 Jahre in Chennai! Was denkst du: Wie gut habe ich mich in Indien eingelebt?
Mein Mann: Ich würde sagen, ziemlich gut. Inzwischen klappen die meisten Sachen, und du bist weitgehend selbstständig. Klar mache ich noch den einen oder anderen Anruf für dich oder organisiere Dinge, aber ich glaube, in der heutigen Zeit mit all den praktischen Apps, wo du alle Dienstleistungen online organisieren kannst, würdest du auch gut ohne mich zurechtkommen. Am Anfang war es natürlich schwierig. Du wusstest viele Dinge nicht. Da habe ich viel unterstützt und geholfen.
Ich: Ja, das moderne heutige Indien hat für mich viele Sachen einfacher gemacht. Früher war ich oft für kleine Dinge von dir abhängig. Was findest du inzwischen typisch indisch an mir?
Mein Mann: lacht – Du isst inzwischen so scharf, dass ich nur staune. Auch deine Art, dich zu kleiden. Ich glaube, in deinem Mindset warst du schon immer mehr Inderin als Schweizerin. Du bist nicht so kühl und distanziert.
Ich: Ja, das scharfe Essen, das mir anfangs so Schwierigkeiten gemacht hat, ist definitiv kein Thema mehr – im Gegenteil, oft würze ich jetzt mit Chili-Flakes nach! Welche indischen Gewohnheiten habe ich sonst übernommen?
Mein Mann: Das Kopfwackeln, und du bist relaxter und geduldiger geworden. Das hat wohl aber auch mit dem Alter zu tun? Denkst du, dass ich schweizerische Gewohnheiten übernommen habe?
Ich: Ja, das Alter ist gnädig und macht uns wohl automatisch geduldiger. Ich würde sagen, dass ich auch dankbarer geworden bin. Das ist zwar keine indische Gewohnheit, aber ich schätze hier viel mehr, was ich habe. Ob du schweizerische Gewohnheiten übernommen hast? Nein, ich denke nicht, aber du wertschätzt diese bei mir. Du magst es, wenn alles organisiert und sauber ist, aber du selbst bist eher chaotisch.
Mein Mann: Was ist für dich das Schwierigste daran, mit mir in Indien zu leben?
Ich: Das ist eine gute Frage. Früher hätte ich gesagt, dass ich in vielen Dingen von dir abhängig bin. Aber jetzt hat sich das wirklich geändert. Was mir in Indien manchmal auf den Geist geht, sind die vielen Leute. Überall gibt es immer viele Menschen. Ich liebe die Natur und die Ruhe. Wenn man nach draußen geht, ist es immer hektisch und laut.
Und was ist das Schönste daran, mit mir in Indien zu leben?
Mein Mann: Du bist hier viel ruhiger, ausgeglichener.
Ich: Ja, das stimmt schon. In der Schweiz war ich bedeutend gestresster. Nur die schönen Spaziergänge im Wald – die vermisse ich schon. Welche Alltagssituationen zeigen unsere kulturellen Unterschiede am deutlichsten?
Mein Mann: Da gibt es verschiedene Sachen. Beispielsweise: das Bett machen oder die Bettwäsche wechseln, die Alltagsroutine, die funktioniert, weil du dich um diese Dinge kümmerst. Auch wenn wir weggehen: Du bist eher 10 Minuten zu früh als zu spät, und wenn wir verreisen, packst du deine Dinge organisiert und strukturiert.
Ich: Ja, da muss ich dir leider recht geben. Ohne mich wärst du in vielen Dingen aufgeschmissen. Welcher Feiertag ist für dich am schönsten?
Mein Mann: Pongal – weil es ein Erntedankfest ist. Es ist ein neuer Beginn, und das Klima wird besser nach der Regenzeit. Früher hat man vor Pongal das Haus neu gestrichen – es ist ein Neubeginn. Man putzt das Haus, und am ersten Tag, an Bhogi, wirft man symbolisch etwas Altes weg, um Raum für Neues zu schaffen. Der Hauptfeiertag ist für die Sonne, und am dritten Tag verehrt man die Tiere. Am vierten Tag besucht man Familie und Freunde. Es ist wirklich ein schönes, sinnhaftes Fest. Etwas mit der Natur, etwas mit Familie und Freunden und auch mit dir selbst – die Götter stehen weniger im Zentrum, sondern die Natur.
Ich: Ja, Pongal mag ich auch am liebsten. Diwali finde ich zwar auch schön, aber die Knallerei finde ich sehr störend. Unser Sohn ist inzwischen erwachsen. Was war dir wichtig, ihm aus deiner Kultur mitzugeben?
Mein Mann: Ich glaube, das ist nicht wirklich kulturabhängig. Für mich war es wichtig, ihm zu zeigen, dass er offen für Menschen, für Freundschaften ist, aber sich auch vor Ausnutzung und Missbrauch schützen kann. Es ist normal, dass es im Leben rauf und runter geht. Ewiges Glück gibt es nicht! Wichtig ist nicht das Jagen nach Glück, sondern das Erreichen einer Zufriedenheit und Dankbarkeit. Manchmal muss man sich durchbeissen und kämpfen. Wichtig ist, dass man aus seinen Erfahrungen lernt und dran bleibt.
Ich: Das hast du schön formuliert. Ich wünsche mir auch, dass er respektvoll und freundlich mit allen Menschen umgeht, egal welcher Herkunft. Das ist hier in Indien leider oft nicht der Fall.
In welcher Sprache fühlst du dich am meisten mit mir verbunden?
Mein Mann: Unsere gemeinsame Sprache war immer Deutsch – inzwischen Bärndütsch. In dieser Sprache fühle ich mich dir am nächsten.
Ich: Ja, wir haben immer Deutsch miteinander gesprochen. Jetzt fließt manchmal auch etwas Englisch oder Tamilisch mit ein. Wie schwer ist es für dich, mit meinem Schweizerdeutsch klarzukommen?
Mein Mann: Alltägliches verstehe ich zu 100 Prozent – bei ganz spezifischen Gesprächen ist es schwieriger, da fehlt mir das Vokabular, und ich muss manchmal auf Englisch wechseln.
Ich: Was findest du in Indien besser als in Europa?
Mein Mann: Das Klima ist freundlicher und natürlich das Essen – das Essen in Indien ist viel besser, vor allem als Vegetarier. Auch die Leute sind freundlicher und herzlicher. Klar gibt es viele Gauner und Schlitzohren, aber in der Regel sind die Leute sehr hilfsbereit. Wie siehst du das?
Ich: Na ja, mit dem Klima bin ich nicht auf deiner Seite. Ich finde es hier zu heiß, und ich vermisse die Jahreszeiten. Mit dem Essen bin ich ganz bei dir. Indien hat so eine riesige Vielfalt an vegetarischen Gerichten, das kann kaum eine andere Nation toppen. Was sicherlich auch besser ist, sind alle Dienstleistungen, die man sich doch für recht kleines Geld leisten kann. Ein Taxi, eine Putzfrau oder eine Köchin beispielsweise. Was denkst du über das indische „Zeit-Konzept“?
Mein Mann: Auf der einen Seite muss man das verbessern und pünktlicher werden, aber auf der anderen Seite sollte man auch verstehen, dass man das Leben nicht so ernsthaft nehmen sollte. Man hat ja so viel Stress heutzutage – da muss man auch entstressen. Und der indische Verkehr ist tatsächlich oft unberechenbar.
Man will die anderen ja nicht bewusst warten lassen. Die Inder müssen eine gute Balance finden. Wie siehst du das?
Ich: Ich schließe mich dir an. In Indien ist es tatsächlich eine Herausforderung, pünktlich zu kommen – der Verkehr ist einfach unglaublich. Aber manchmal habe ich tatsächlich das Gefühl, dass der Verkehr eine Ausrede ist. Mit Google Maps kann man inzwischen recht genau planen oder den anderen wenigstens informieren, wenn man zu spät kommt. Tatsächlich finde ich es auch nicht schlimm, wenn ich 15 oder 20 Minuten warten muss, dann kann ich etwas lesen oder meinen Gedanken nachhängen.
Welchen Ort in Indien wolltest du mir unbedingt zuerst zeigen?
Mein Mann: Da ich weiß, dass du die Natur sehr liebst, wollte ich dir unbedingt unsere Nationalparks zeigen: Bandipur, Mudumalai, Thekkady.
Ich: Oh ja, da kann ich immer wieder hinreisen. Im August waren wir ja wieder in Bandipur. Das sind für mich immer die schönsten Reisen. Wo sollten wir als Paar unbedingt noch hinreisen?
Mein Mann: Spontan denke ich an Agra und Fatehpur Sikri. Was meinst du dazu?
Ich: Na ja, den Taj Mahal sollte man vielleicht schon mal besuchen. Aber ehrlich gesagt bin ich gar nicht so interessiert daran. Beides sind so touristische Orte. Ich würde lieber mal die Nashörner im Kaziranga National Park sehen. Oder die Mangrovenwälder von Bengalen, die Sundarbans – das würde mir sehr gefallen.
Was ist dein schönstes gemeinsames Reiseerlebnis mit mir?
Mein Mann: Das Highlight war 2018, wo wir auf dem Weg nach Masinagudi einen Tiger gesehen haben.
Ich: Oh ja, das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis. Das werde ich nie vergessen, wie wir plötzlich in der Dunkelheit diesen riesigen Tiger am Straßenrand stehen sahen. Wie erklärst du Indern die Schweiz in drei Wörtern?
Mein Mann: sauber, zuverlässig und pünktlich Und wie erklärst du Schweizern Indien in drei Wörtern?
Ich: Ich brauche 4 Wörter: andere Kultur, riesig, chaotisch. Was bedeutet Liebe für dich in einer interkulturellen Beziehung?
Mein Mann: Liebe ist Liebe – interkulturell, kulturell oder was auch immer – das ist alles das Gleiche: Liebe ist das Gefühl, das man füreinander empfindet. Aber Liebe muss nicht ständig romantisiert und gezeigt werden. Es ist etwas Selbstverständliches, das man spüren sollte – ohne es zu betonen und zur Schau zu stellen.
Es ist schön, wenn man es ab und zu zeigt, aber auch wenn man 1000 Kilometer weg ist, muss man das Gefühl haben: Ich habe eine Person, für mich – eine Person, die mich liebt. Diese Über-Romantisierung, die uns Filme vorzeigen, finde ich übertrieben, und sie bewirkt eher das Gegenteil.
Ich: Ja, da hast du recht. Wobei ich mir manchmal schon wünschen würde, dass du ein wenig romantischer wärst. Welche Herausforderungen haben unsere Beziehung stärker gemacht?
Mein Mann: Sicherlich das Aufziehen unseres Sohnes. Die Corona-Epidemie war auch eine große Herausforderung für die ganze Familie. Das war eine komplett neue Erfahrung für uns alle, und diese strikten Lockdowns, die wir hatten, waren nicht so einfach. Aber sicherlich hat dies uns auch als Familie mehr zusammengeschweißt. Was ist für dich das Wichtigste in unserer Ehe?
Ich: Die Liebe ist das Wichtigste. Wenn diese Basis da ist, verträgt eine Ehe viele Belastungen. Für mich ist auch die Kommunikation wichtig und ähnliche Wertvorstellungen. Ich glaube, wenn wir ganz unterschiedliche Wertvorstellungen hätten, dann wäre es sehr schwierig. Was denkst du: Was ist anders an unserer Ehe im Vergleich zu einer rein indischen Ehe?
Mein Mann: Ich weiß es nicht genau, aber ich denke schon, dass wir durch unsere Erfahrungen mit einer anderen Kultur etwas weltoffener und wahrscheinlich auch toleranter sind. Was denkst du?
Ich: Ja, das denke ich auch. Glaubst du, dass wir mehr Kompromisse machen müssen als andere Paare?
Mein Mann: Nein, das glaube ich nicht. In jeder Ehe muss man Kompromisse schließen, das hat wenig mit unterschiedlichen Kulturen zu tun.
Ich: Ich kann mir schon vorstellen, dass interkulturelle Paare mehr Kompromisse schließen müssen. Am Anfang unserer Beziehung war dies sicher auch der Fall, aber jetzt sind wir schon so lange zusammen, dass es sich nicht mehr so anfühlt.
Wo siehst du uns in 10 Jahren?
Mein Mann: Ich sehe uns in Indien in einem anderen Haus – mehr im Grünen – vielleicht mit einigen Tieren, zwei Kühen und einigen Ziegen – so wie du es dir wünschen würdest.
Ich: Ja, das hört sich gut an. Wenn wir gesundheitlich noch fit sind, kann ich mir das sehr gut vorstellen. Ich hoffe auch, dass wir dieses wunderbare Land noch etwas entdecken und bereisen können. Würdest du jemals wieder in die Schweiz ziehen wollen?
Mein Mann: Das wäre nicht mein Wunsch, aber wenn es sein müsste, könnte ich es tun.
Ich: Alle wollen in den Westen, und du willst in Indien leben! Ich kann dich schon verstehen. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, wieder in der Schweiz zu leben. Das wäre eine große Veränderung, aber man soll nie „nie“ sagen.
Was hast du durch mich über dich selbst gelernt?
Mein Mann: Die Liebe zu Tieren – ohne dich und Lara, deinen ersten Hund, hätte ich diese wertvolle Erfahrung wohl nicht gemacht. Und dafür bin ich dir unendlich dankbar. Die bedingungslose Liebe eines Hundes zu erleben, war und ist eine wunderschöne Erfahrung, die ich nie mehr missen möchte. Ohne Hunde könnte ich wahrscheinlich nicht mehr leben. Und du? Was hast du durch mich gelernt?
Ich: Ja, ohne Hunde würde in unserem Leben definitiv etwas fehlen. Sie bringen so viel Freude und Liebe in unser Haus.
Was ich von dir gelernt habe? Ich glaube, durch dich habe ich Geduld und wohl auch etwas Lockerheit gelernt, und natürlich hast du mir auch eine andere Perspektive zum Leben aufgezeigt.
Eine letzte Frage zum Schluss: Worin macht uns unsere Unterschiedlichkeit besonders stark?
Mein Mann: Ich denke, dass wir uns gut mit unseren Persönlichkeiten ergänzen. Was denkst du?
Ich: Ja, wir ergänzen uns gut. Wir sind einerseits sehr verschieden, aber andererseits haben wir auch viele Gemeinsamkeiten, die uns verbinden.
Am Ende dieses Gesprächs wurde mir wieder bewusst, wie sehr wir uns in unserer Indo-Swiss-Ehe im Laufe der Jahre ergänzt, verändert und bereichert haben. Wir sind verschieden – ja. Aber gerade diese Unterschiede haben uns näher zusammengebracht und uns gezeigt, wie groß die Kraft von Offenheit, Respekt und Humor sein kann.
Vielleicht ist genau das das Geheimnis interkultureller Beziehungen: Man lernt, nicht nur den anderen, sondern auch sich selbst aus einem neuen Blickwinkel zu sehen – und wächst daran gemeinsam.
Ich hoffe, unser Gespräch gibt dir einen kleinen Einblick in unser Leben und vielleicht sogar den Mut oder die Inspiration für deine eigene Reise zwischen zwei Kulturen.