Mein indisches ABC
A – wie Affen Affenbanden streifen immer wieder durch unser Quartier. Die Mütter tragen ihre süßen Babies unter dem Bauch
A – wie Affen Affenbanden streifen immer wieder durch unser Quartier. Die Mütter tragen ihre süßen Babies unter dem Bauch
Das Leben in Südindien unterscheidet sich in vielen kleinen und grossen Unterschieden von meinem Leben in der Schweiz.
Gestern bin ich Großmutter geworden! Die Nachricht, dass ich nun eine Paati (Großmutter) bin, hat mich doch etwas überrumpelt. Während
Wenn in Indien jemand stirbt, findet sich die ganze Trauergemeinde am Wohnort des Verstorbenen ein. Meistens wird vor dem Haus ein Stoffzelt aufgebaut und viele Stühle werden arrangiert. Der Verstorbene wird aufgebahrt und alle nehmen Abschied und bringen Blumengirlanden. Es ist sehr wichtig, dass man den Körper nochmals sehen kann, um sich zu verabschieden und um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Durch das tropische Klima bedingt, geht es meistens schnell zum Krematorium. Auf einem Wagen wird der tote Mensch für alle sichtbar aufgebahrt und im Schritttempo zur nächsten Verbrennungsanlage gezogen oder gefahren. Hier im Süden gehen nur die Männer zum Krematorium. Je nach Kastenzugehörigkeit wird wild getanzt, getrommelt, Böller werden losgelassen und die Blumen der vielen Girlanden werden auf die Strasse gestreut. Manchmal geht es auch etwas ruhiger zu und man hört nur ein Muschelhorn.
Es ist so weit! Heute ziehen wir um. Wir verlassen unser Häuschen in der Office Colony und ziehen zu meinen Schwiegereltern in die obere Wohnung. Ich bringe Suriyan zum letzten Mal in die Playschool, denn beim Packen und Laden werden wir froh sein, wenn unser Wildfang uns nicht auch noch beschäftigt. Für die Playschool Aunties besorge ich zum Abschied rote Rosen, für die Kinder Schokolade.
Um 10 Uhr trifft der Lastwagen inklusive Zügelmannschaft ein. Die fünf Männer sind schnell zur Sache. Zack, zack geht es nur. Alles wird irgendwie, ohne großes Nachdenken auf den Lastwagen geladen …
Regnet es, dann dauert es 4-5 Tage und die kleinen Plagegeister fliegen und stechen. Nach der Regenzeit ist es immer am schlimmsten. Moskitos sind nicht nur lästig, sondern können auch gefährliche Krankheiten wie Dengue, Chikungunya und Malaria übertragen …
Heute äußert Suriyan wiedermal den Wunsch, an den Strand zu fahren. So buche ich am späten Nachmittag einen Call-Driver und wir fahren zum Besant Nagar Beach. Schon länger waren wir nicht mehr dort. Als Suriyan klein war, gingen wir regelmäßig ans Meer und liessen ihn im Wasser planschen und spielen. Es ist eigentlich alles immer noch genauso wie vor Jahren: Das Karussell mit den Holzpferdchen, das kleine Rad, der Ballon- Schießstand und auch die Maiskolben-Röster richten langsam ihre Stände ein. Irgendwie überkommen mich nostalgische Gefühle.
Cricket ist der Nationalsport Indiens. Das Interesse und die Begeisterung scheint alle zu packen vom Kleinkind bis zum Greis, unabhängig vom Geschlecht oder der Religionszugehörigkeit. Was keine politische Partei oder Religion schafft, gelingt dem Cricket-Sport problemlos, er verbindet alle Menschen Indiens zu einer Nation.
Du bist Inder, …
wenn dein Essen nach Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten schmeckt.
wenn du am Flughafen neben den zwei grössten Koffern stehst.
wenn du eine oder zwei Stunden zu spät bei einer Party eintriffst und denkst, dies sei normal.
wenn du Marken, die nicht abgestempelt wurden, vom Brief ablöst.
wenn die Namen deiner Kinder sich reimen. (Sita – Gita, Ram – Shyan) …..
Überrascht erzählte sie mir von den National Symbols of India. Da gibt es das Nationaltier, die Nationalblume, den Nationalvogel, den Nationalbaum und natürlich die Nationalflagge und die Nationalhymne. Gut bei der Flagge und der Hymne, die wir SchweizerInnen kaum singen können, sind wir dabei, aber das ist schon alles …